Geld das germanische Wort für Opfer

Geld… was ist das eigentlich? Die meisten glauben zu Wissen was es ist, weil sie es täglich in der Hand halten, aber die wenigsten tun das wirklich. Wie ich im Bereich Wirtschaftskrise schon geschrieben habe, ist der Zins und das Schuldgeldsystem letztlich Schuld an der Krise. Heute sind nur noch 5% des Geldes tatsächlich Bargeld, der Rest ist nur noch als Zahlen in den Computern der weltweiten Banken vorhanden. Das bedeutet wir lassen uns mit etwas kontrollieren, dass noch nicht einmal existiert, genauso gut könnten wir uns mit der Spielwärung in World of Warcraft bezahlen und kontrollieren lassen.

Kredit kommt vom lateinischen „Kredo“ „ich glaube“ und tatsächlich hat unser Geldsystem mehr mit einem Glaubenssystem zu tun, als mit einer Wissenschaft. Die Banken sind unsere Tempel, die Bänker unsere Priester zu denen wir gehen um unseren Segen in Form von Zinsen zu holen. Der Kontoauszug zeigt wie gut wir unserem Glauben gefolgt sind. Es gibt nur einen Gott an den ALLE glauben…das Geld, denn Geld hat unglaubliche „göttliche“ Eigenschaften:

– Es kann zu allem werden und sich in jede Dienstleistung verwandeln

– Geld altert nicht und verfällt nicht

– Geld ist unsozial denn es sammelt sich immer an anderem Geld

– Geld gibt uns ein gutes Gefühl wenn wir es haben und ein schlechtes wenn es fehlt

– Wer anderen Geld schuldet muss arbeiten um alleine die Schuldzinsen zu erwirtschaften, d.h. er arbeitet nicht für sich sondern für seinen Gläubiger und das sogar ohne das er etwas davon hat (solange er seine Schulden nicht tilgen kann). Dies ist nichts anderes als Sklaverei und Sklaverei dient dort, wo sie eine Gesellschaftsstruktur bestimmt (kann man bei 3 Millionen überschuldeten Haushalten davon reden?), meist der wirtschaftlichen Ausbeutung und Aufrechterhaltung einer Klassengesellschaft.

– Wer so viel Geld hat, dass er alleine von den Zinsen (der Arbeit anderer!) leben kann wird hoch angesehen, „er hat es geschafft“. Angeblich kann das ja jeder, aber auch das ist wieder eine Lüge unserer Gesellschaft, wenn es jeder könnte wäre es ja jeder!

– Die VWL kennt primäre, sekundäre und tertiäre Wirtschaft, doch dabei fehlt die Quartiere Wirtschaft(Geldwirtschaft) die Geld aus dem nichts erschafft und damit wie ein Blutegel am Hals der übrigen Bereiche hängt. Die Quartiere Wirtschaft wird dabei immer fetter und gieriger, bis der Wirt stirbt.

– Heute habe Unternehmen nur noch ein Produkt im Sinn wenn sie etwas herstellen, Geld, denn das ist es was sie eigentlich wollen, die kurzfristige Rendite regiert das Denken.

– Um einen möglichst hohes Maß an Geld für diese Produkte zu bekommen müssen diese natürlich selten sein, nur knappe Güter haben einen Wert( VWL Basis), dies führt allerdings zu künstlicher Verknappung, also Vernichtung von Gütern. Bestes Bsp. ist hier die Medienindustrie die es nicht schafft ihr Güter zu verknappen, da Informationen von Natur aus frei sind!

– Obwohl wir alle täglich mit Geld umgehen habe wir doch niemals einen Stellenwert für Geld festgelegt, derzeit ist Geld wertvoller als Freiheit, Menschenwürde und Menschenleben…kann das richtig sein?  Kann es richtig sein andere Menschen leiden und sterben zu lassen nur weil wir nicht erkennen können das die Ungleichverteilung des Geldes dafür verantwortlich ist.

Die Frage die abschließend bleibt ist: Muss die ganze Menschheit umdenken oder nur die wenigen hundert Superreichen?

Sehenswert hierzu:

Goldschmied Fabian – Warum überall Geld fehlt

Spiegel Hintergrund: Wie Geld zur Waffe wird

Andreas Clauss „Geld und Recht“

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