Merkwürdigkeiten und Theorien zur Geschichtsschreibung

Dass die herrschende Geschichtsschreibung die Geschichtsschreibung der Herrschenden ist, kann wohl keiner in Zweifel ziehen. Betrachtet man das Wort “Geschichte” genauer, so erkennt man darin den Begriff – “Schicht” – d. h. es gibt auch bei der Geschichte verschiedene Schichten „der tatsächlichen Ereignisse“ die vordergründigen Ereignisse die mehr oder weniger richtig in den Geschichtsbücher stehen und die Dinge die dabei im Hintergrund abliefen. Bekannt ist auch der Spruch „Geschichte wird vom Sieger geschrieben“. Doch wie weit geht diese Manipulation (wieder Lügen…) man sagt: „Wer nicht aus der Geschichte lernt, ist verdammt sie zu wiederholen“.

  1. Leben wir im Jahr 1714? Kann es sein, das 300 Jahre Mittelalter eine Fälschung sind und auf das Jahr 614 n. Chr. das Jahr 911 gefolgt ist? Um 297 Jahre herbeizuschummeln hätte es vieler Mitwisser bedurft und Unmengen an Urkunden und Handschriften gefälscht werden müssen. Der Theorie nach hat Kaiser Otto der III. zusammen mit Papst Silvester II. dies bewerkstelligt. Die Ereignisse und Personen der 297 Jahre sollen die beiden erfunden haben, darunter sogar „Karl der Große“ was mich nicht wundern würde bei all den Dingen die dieser vollbracht haben soll hätte er ein wahrer Superheld sein müssen. Basis dieser Theorie ist, dass die Dokumentenlage der Zeit zwischen 600 bis 900 extrem dürftig ist und viele Ungenauigkeiten aufweist. Unklar ist von Karl dem Überkaiser weder Geburtsort noch Geburtstag (zwischen 742 und 748) bekannt, noch ist sein Grab nach seinem Tod um 814 jemals gefunden worden. Dabei soll er mithilfe des Papstes alle seine Feinde besiegt haben, er steht damit mit Artus auf einer Stufe. Doch zurück zum Thema, warum existieren keine archäologischen Funde aus dieser Zeit, warum wurden zwischen 614 und 911 keinerlei Bauten vollendet? Die Lebenszeiten in Stammbäumen aus jener Zeit wurden nachweislich eins zu eins kopiert und existieren damit mehrmals. Ein solcher Zufall wird wohl kaum tatsächlich vorkommen. Der Grund für diese Fälschung soll Ottos und des Papstes Wunsch gewesen sein, der Kaiser/Papst des neuen Jahrtausends zu werden, doch sie lebten im Jahr 700. Fünf Jahrhunderte später kaschierte Papst Gregor XIII. die erfundene Zeit dann mit einer Kalenderreform, welche die Experten erst auf den Plan rief. Heribert Illig postuliert 1994 erstmals, dass die Zeit zwischen dem 7. und 10. Jahrhundert n. Chr. durch Fälschungen der ottonischen Geschichtsschreiber in die Chronologie eingefügt wurde und dass Karl der Große nie existiert habe. Daneben arbeitete Illig zusammen mit dem Soziologen Gunnar Heinsohn (* 1943) auch zur ägyptischen Chronologie, wobei sie sich im Gegensatz zu Velikovsky nicht nur auf biblische Quellen stützen. Heinsohn schloss sich Illigs Phantomzeit-These an und versuchte diese im Blick auf die Carolus- und Pippin-Münzen zu überprüfen. Er gelangte zu der Schlussfolgerung, dass alle Carolus-Münzen von Karl dem Einfältigen stammen sollen und die karolingische Münzreform auf Pippin den Älteren zurückgehe. Heinsohn glaubt zudem belegen zu können, dass es die Sumerer nie gab und dass die Geschichte Mesopotamiens und Ägyptens vorgeblich um 2000 Jahre gestreckt wurde, um die biblische Geschichte zu stützen. Der Technikhistoriker Hans-Ulrich Niemitz (1946 – 2010) unterstützt wie Illig die Theorie einer erfundenen Zeitspanne im frühen Mittelalter (der Begriff Phantomjahre stammt von ihm) und zweifelt in seinem Buch die Zuverlässigkeit der Radiokohlenstoffdatierung und der Dendrochronologie sowie aller anderen wissenschaftlichen Datierungsverfahren grundsätzlich an. Quelle: 1. http://www.youtube.com/watch?v=-HJ9XdLo7DY (Sehr hörenswert) 2. Welt der Wunder 8/10  3. http://www.mantis-verlag.de/?page_id=50 4. http://www.mantis-verlag.de/?page_id=1969
  1. Hat es Platon wirklich gegeben und wie kommt es, dass er das Gedankengut zur totalen Beherrschung der Menschen lieferte?                             Platon schrieb in seinem monumentalen Werk „Der Staat“, dass eine herrschende Elite, „deren Ziel es sein wird den Durchschnitt der Bevölkerung zu bewahren“, die Gesellschaft lenken sollte. „Es gibt viele andere Dinge, die sie in Betracht ziehen müssen, wie die Auswirkungen von Kriegen und Krankheiten und ähnlichen Vertretern, um soweit dies möglich ist den Staat davor zu bewahren zu groß oder zu klein zu werden.“ Die Bevölkerungskontrollmaßnahmen der herrschenden Elite müssten geheim gehalten werden: „Nun muss dieses Treiben ein Geheimnis sein, von dem nur die Herrscher wissen, oder es wird eine weitere Bedrohung für unsere Herde sein…die in Rebellion ausbricht. „Mit der Begründung, das Schicksal habe den Menschen vor ihrer Geburt unterschiedliche Fähigkeiten zugeteilt,  sieht Platon für die Einordnung der Bürger in die drei Stände ein Aussiebungsverfahren vor. Die Standeszugehörigkeit ist im platonischen Staat nicht erblich, sondern wird gemäß der persönlichen Leistung im Bildungsprozess zugewiesen. Der Staat plant und lenkt die Fortpflanzung, schreibt sie vor oder untersagt sie, sowohl zum Zweck der Eugenik als auch um die Bevölkerungszahl konstant zu halten. Die Erziehung der Nachkommenschaft obliegt ausschließlich staatlichen Behörden; behinderte und aus unerwünschten Verbindungen hervorgehende Neugeborene sollen wie in Sparta  nicht aufgezogen, sondern „verborgen“, d. h. ausgesetzt werden. Bei der Aussetzung oder Tötung  von Säuglingen mit angeborenen Defekten handelt es sich um eine in der Antike verbreitete Sitte. Wer wegen unzureichender Leistungsfähigkeit frühzeitig aus dem Bildungssystem ausscheidet, wird Bauer oder Handwerker. Für diesen Stand bleiben Privateigentum und Familie bestehen. Der Staat nimmt eine strenge Zensur vor. In seinem Alterswerk Nomoi (Die Gesetze) wandelt Platon sein erstes Staatskonzept, das er nun als allzu utopisch betrachtet, stark ab und entwirft ein realistischeres Modell. Dabei gibt er insbesondere die Gütergemeinschaft auf, obwohl er den auf Kollektiveigentum der Führungsschicht ausgerichteten Staat weiterhin für den bestmöglichen hält. Doch wie kommt man nun dazu zu behaupten dass es Platon im alten Griechenland nie gegeben hat???…Anatoly Fomenko ein russischer Mathematiker und Chronologiekritiker stellte in seinem Buch „History: Fiction or Science“ (Band II, Seite 270 ff) die These auf, dass es sich bei Plato, Plotin und Plethon um dieselbe Person handelte. Phleton hätte dann um das Jahr 1400 diese ganzen Bücher geschrieben, sie aber dann als „uralt“ unter diesen beiden Varianten seines Pseudonyms vermarktet: „1000 oder 2000 Jahre alt“ ist sicher wesentlich beeindruckender als, „der Autor lebt noch“.
  1. Beispiele für selbst herbeigeführte Kriege (Kriegsgründe) als „Casus Belli“ wird eine Handlung bezeichnet, die einen Krieg auslöst. Nach und nach wird klar, dass bei vielen großen Kriegen im Hintergrund Ereignisse geschaffen wurden, die dafür sorgten, dass es entweder zum Krieg oder zum Kriegseintritt kam.  Beispiele?
  • Die Ermordung des österreichischen Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand am 28. Juni 1914 löste letztendlich den ersten Weltkrieg aus.
  • Im September 1939 führte Deutschland einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg nach einem angeblichen Überfall auf den Sender Gleiwitz.
  • Der Reichstagsbrand: Wie Dokumente und die Nürnberger Prozesse belegen hatten die Nazis am 27.02.1922 den Reichstagsbrand selbst durch Hermann Göring fingiert und dann den Juden in die Schuhe geschoben.
  • Der Angriff auf Pearl Harbor am  7. Dezember 1941 ist ein Paradebeispiel für einen Casus Belli, den Vorwand und die Rechtfertigung für den Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg.(1) Das damalige Problem war, dass die Führung der USA und die hinter ihnen stehende Elite gern in den Krieg eintreten wollte, aber die Bevölkerung gegen einen Kriegseintritt war. Präsident Roosevelt wusste von dem bevorstehenden japanischen Angriff und unternahm nichts, um ihn zu verhindern. Im Gegenteil, von ihm stammt der Spruch: „Die Vereinigten Staaten wünschen, dass Japan die erste offene Kriegshandlung begeht.“ Auf einem Treffen von Roosevelts »Kriegsrat« am 25. November 1941»ergibt sich aus den Aufzeichnungen von Kriegsminister Henry Stimson folgende allgemeine Auffassung: ›Wie kann man sie [die Japaner] dazu bringen, den ersten Schuss abzufeuern, ohne uns allzu großer Gefahr auszusetzen? ‹« Der Geheimcode der japanischen Diplomatie war bekannt, verdächtige Depeschen wurden abgefangen und mitgelesen. Ebenso war der militärische Geheimcode bekannt, so dass militärische Nachrichten abgefangen und entziffert wurden. So wusste Roosevelt genau Bescheid über den Tag des Angriffes, den er selber provoziert hatte.(2) William Casey (Chef des CIA) bezeugte in seinen posthum erschienenen Memoiren, dass sie von den Briten gewarnt waren, dass eine japanische Flotte mit Kurs auf Hawaii ausgelaufen war. Den Oberbefehlshabern in Hawaii, Admiral Kimmel und Generalleutnant Short wurde dann bewusst eine Warnung vor dem genauen Tag des Angriffes vorenthalten.  (3)
  • Der erste Irakkrieg, bei dem im Fernsehen vor Beginn des Irak-Krieges 1990/91 gezeigt wurde, wie eine angebliche Krankenschwester irakische Soldaten beschuldigte, Brutkästen geöffnet und kuweitische Säuglinge massakriert zu haben. Was wir erst später erfuhren: Der Auftritt wurde von der neokonservativen PR-Agentur Hill & Knowlton inszeniert, der größten PR-Firma der Welt, die die Geschichte für eine Bezahlung von 20 Millionen Dollar offenbar frei erfunden hatte, um den Krieg zu rechtfertigen; die Tochter des Botschafters von Kuweit hatte die Rolle der Krankenschwester übernommen. Nicht zu vergessen, dass das es die Kuwaitis waren, die den Irakern mit „Schrägbohrungen“ das Öl gestohlen haben und den Irak zum Angriff provoziert haben, etwa so als wenn dein Nachbar deinen Strom anzapft.
  • Und natürlich die Lüge dass der Irak Massenvernichtungswaffen hat, was zum zweiten Irakkrieg führte und bereits während des Angriffs klar war.

-Natürlich ist klar, dass die Wahrheit das erste Opfer des Krieges ist und viele Kriege begannen mit Lügen. Allerdings sollte einem bereits die schiere Masse der gefälschten Kriegsgründe auch für zukünftige Konflikte zeigen, dass wohl auch dann um Lügen handeln wird. Ich wäre zumindest skeptisch wenn es um Nuklearwaffen im Iran geht.

Quellen:

(1) Quelle: Robert B. Stinnet: Pearl Harbor wie die amerikanische Regierung den Angriff provozierte und 2476 ihrer Bürger sterben ließ. Frankfurt /M. 2003.
Das nun auf Deutsch erschienene Buch von Robert Stinnett bringt gegenüber der älteren Literatur nichts wesentlich Neues; immerhin aber zusätzliche Belege zum Charakter der Provokation und des Vorwissens der Roosevelt-Administration im Zusammenhang mit der japanischen «Überraschung». – Im
Übrigen zieht Stinnett die Richtigkeit eines Kriegseintritts der USA, um Europa vom Hitlerismus zu befreien, nicht in Zweifel. Man kann also gerade seiner Demontage der Pearl-Harbor-Lüge beim schlechtesten Willen keine pro-nazistischen Motive unterschieben, wie das zum Beispiel Harry Elmer Barnes widerfahren ist.
Originaltitel: Day of Deceit (Tag der Täuschung), New York, Simon und Schuster, 1999.

(2) (Siehe dazu: Patrick J. Buchanan, »Did FDR Provoke Pearl Harbor?«, in: Global Research, 7. Dezember 2011.)

(3) (Vgl. George Morgenstern, Pearl Harbor 1941, Herbig Verlag)

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