Große Lügen sind unsichtbar!

Eine Lüge reist einmal um die Erde, während sich die Wahrheit die Schuhe anzieht.

In vollen Zügen trinken wir die Lüge, aber nur tropfenweise schlucken wir die bittere Wahrheit hinunter.

Staat heißt das kälteste aller kalten Ungeheuer. Kalt lügt es auch; und diese Lüge kriecht aus seinem Munde: Ich, der Staat, bin das Volk.“

Wer die Wahrheit nicht fürchtet, braucht auch die Lüge nicht zu fürchten.-Thomas Jefferson

Teil 1. Die Techniken zur Manipulation

In dem Buch „Mythos Markt“ des österreichischen Ökonomen Walter Otto Ötsch vom Zentrum für soziale und interkulturelle Kompetenz der Johannes Kepler Universität Linz, beschreibt er die Grundsätze einer gelenkten Demokratie und wie diese durch „Walter Lippmann“ 1922 im Werk „Public Opinion“ festgehalten wurde.

Gedankliche Grundlage ist dabei, dass das Volk mit der Demokratie überfordert ist und komplexe gesellschaftliche/politische Zusammenhänge nicht versteht (in dem Punkt würde ich ihm in Bezug auf Politiker sofort zustimmen!). Daher sind „wir“ unfähig uns eine eigene politische Meinung zu bilden, ergo müssen wir von außen in die Richtige „Denke“ gelenkt werden. Daraus schuf er ein Konzept einer gelenkten Demokratie. Die richtige Meinung ist daher herstellbar, ein innerer Kreis kann „den Massen“ unter Einsatz manipulativer Techniken zur richtigen Meinung verhelfen.

Menschen lebten in einer „inneren Welt“, die aus Bildern „in den Köpfen“ bestehe und die deren Wahrnehmung prägten. Die politische Welt bestehe nicht aus gegebenen Tatsachen, sondern aus mentalen Bildern, die die Menschen über ihre „äußere Welt“ besäßen.
„Die inneren Bilder führen weitgehend ein Eigenleben. Sie können durch mediale Manipulation – unabhängig von kruden „Fakten“ – gezielt verändert werden. Menschen reagieren nicht direkt auf die „äußere Welt“, diese kennen sie nicht, – sondern auf die „Pseudo-Umwelt“ in ihren Köpfen“ (Ötsch, S. 38).

Menschen sind beliebig manipulierbar und man kann ihre Meinung steuern. Beeinflussung geschehe vor allem durch Begriffe, die eine Serie von Bildern auslösen und Propaganda soll die inneren Bilder verändern bzw. unbewusste Bilder durch neue ersetzen. Hier greift dann der Owellsche Neusprech in dem die Verkehrung der Bedeutung von Begriffen in ihr Gegenteil stattfindet. Propaganda ist PR, Krieg wird zur humanitären Mission, Kapitalismus wird zu Demokratie, Antizionismus wird zu Antisemitismus, für die Mehrheit schädliche Änderungen werden zu Reformen, das Ziel dieser Sprachpolitik ist es, die Anzahl und das Bedeutungsspektrum der Wörter zu verringern, um die Kommunikation in der Bevölkerung in enge, kontrollierte Bahnen zu lenken. Wer in Gesprächen davon redet einem islamischen Land Demokratie zu bringen, aber nicht weiß das die Nachrichten die er nachplappert damit Kapitalismus meinten, wird gedanklich dazu eine andere positivere Haltung haben.

Laut Lippmann entsteht der „öffentliche Wille“ nicht spontan, sondern müsse bewusst und gezielt hergestellt werden. Die öffentliche Meinung dürfe man nicht „der Masse“ überlassen, sie habe gar nicht die Zeit, sich umfassend zu informieren. Ohne Steuerung würde aus „der Masse“ keine gemeinsame Idee entstehen. Keine „öffentliche Meinung“ stelle sich spontan ein. Jeder politische Konsens, müsse und solle (bewusst) „fabriziert“ werden ohne dabei vielleicht auf störende Fakten zu achten. Dies passt natürlich sehr gut zur Philosophie der Neocons (nach Leo Strauß) der die Idee des „Mythos“ entwickelte und das Konzept brachte, dass das Volk von der Elite belogen werden müsse.

Der politische Mythos ist zwar eine Lüge, aber eine „notwendige Illusion“. Notwendig sei sie, weil die individuelle Freiheit die (unwissenden) Menschen dazu verleite, „alles“ in Frage zu stellen, was dann die Gesellschaft insgesamt zerstören würde. Die Elite müsse diese Lügen öffentlich vertreten und leben, privat und unter anderen „Eingeweihten“ brauchen sie das natürlich nicht.

Lippman prägte für Journalisten den Ausdruck gatekeeper. Die Gatekeeper würden entscheiden: Was wird der Öffentlichkeit vorenthalten, was wird weiterbefördert? „Jede Zeitung ist, wenn sie den Leser erreicht, das Ergebnis einer ganzen Serie von Selektionen…“. Indem die Auswahlregeln der gleichgeschalteten Journalisten weitgehend übereinstimmen, kommt so eine Konsonanz der Berichterstattung zustande, die auf das Publikum wie eine Bestätigung wirkt (alle sagen es, also muss es stimmen) und jene oben beschriebene Stereotypen-gestützte Pseudoumwelt in den Köpfen des Publikums installiert.

Damit ist die Arbeit eines Journalisten vielmehr, die Wahrheit zu zerstören, zu lügen, zu verdrehen, zu verleumden, zu Füssen des Mammons zu kuschen und sich selbst und seine Rasse um des täglichen Brotes willen wieder und wieder zu verkaufen. Letztlich degradiert zu Werkzeugen und Hörigen der Finanzgewalten hinter den Kulissen. Die Marionetten, die hüpfen und tanzen, wenn einer der Superreichen am Draht ziehen. Letztlich sind sie nichts als intellektuelle Prostituierte.(4)

Allerdings sind Journalisten damit der entscheidende Faktor, sie unter Kontrolle zu behalten ist unabdingbar, damit das System funktioniert. Aussteiger müssen mundtot gemacht und unbequeme Artikel verhindert werden.

Die Öffentlichkeit kann mit ihrer Hilfe also für politische Ziele gewonnen werden, die sie im Grunde ablehnt. Wirkungsvolle Propaganda verwendet dabei vor allem Stereotype (vgl. Bild) und diese operierten mit Kontrasten (gut USA/böse Iran/Irak). Lippmann vertritt dabei das Konzept einer Gesellschaft, die durch eine Elite mittels Propaganda gelenkt wird und da sind wir heute dann wohl tatsächlich angekommen.

1949 hat dann Friedrich August von Hayek in seinem Aufsatz „The Intellectuals and Socialism“ seine an Lippmanns Auffassungen einer gelenkten Demokratie angelehnte Theorie der Propaganda für den Marktradikalismus entworfen. Mit einer hierarchischen Gesellschaft, an deren Spitze kleine Gruppen von Intellektuellen stünden, die längerfristig die öffentliche Meinung steuerten und denen „die Masse“ der gewöhnlichen Menschen gegenüber stehe. Wenn es gelinge die „aktiveren Intellektuellen“ zu überzeugen, dann müssten über kurz oder lang „die Massen“ folgen.

Der Trick ist, das diese Macht die tatsächlich ausgeübt wird ebenfalls der Propaganda unterliegt und der Bevölkerung gegenüber das Bestehen dieser Hierarchie und Macht verneint wird. Uns wird gesagt wir sind alle frei und die Bevölkerung entscheidet alle die dem widersprechen sind schließlich nur Verschwörungstheoretiker.  Das dem nicht so ist, scheint aber immer mehr Menschen zu dämmern.

Tatsächlich ist die Gesellschaft hierarchisch gesteuert, eine elitäre Schicht von Wissenden erhebt sich über „die Masse“. Diese ist zum richtigen Denken unfähig oder soll dazu gemacht werden (schon mal an Bildungsarmut und AsiTV gedacht) und muss gezielt manipuliert werden.

Ziele:

Was also soll mit all dem erreicht werden, warum all die Lügen und Manipulation? Grundsätzlich sind erst mal die Ziele der Bevölkerung andere als die der Elite. Schlimmer noch, sie stehen sich unvereinbar gegenüber. Damit die Elite ihre Ziele trotzdem erreichen kann und über den Pöbel triumphiert werden zunächst über die Lobby durch Experten oder Expertenkommissionen erarbeitete Gesetzesvorschläge entwickelt und in die Ministerien eingebracht, die dann durch die geschmierten Parlament abgenickt werden. Gleichzeitig wird die Propagandatrommel gerührt damit die Öffentlichkeit für diese Ziele gewonnen wird die sie eigentlich komplett ablehnt. Um es auf das Beispiel der Wirtschaftskrise zu beziehen: Der durch diese Steuerung „der Masse“ hergestellte „öffentliche Wille“ blendet die Analyse der Ursachen für die Krise aus, schiebt die Schuld auf andere – auf die „verschwenderischen Staaten“ – und blendet die eigentlichen Ursachen im Zinssystem und Fiatgeld (Fiat=es werde) nahezu komplett aus.

Teil 2. Große Lügen sind unsichtbar!

Die US-Administration erklärte nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sogar, die „Waffe der Desinformation“ sei im Krieg gegen den Terrorismus unverzichtbar. Im Pentagon wurde eine Spezialabteilung gegründet, die das Klima für den Krieg verbessern und die Medien für die Ziele der Regierung einnehmen sollte, das „Office of Global Communication“. Kurz vor Beginn des Irak-Krieges im März 2003 unterstellte US-Präsident George W. Bush die Behörde dem Weißen Haus, also seiner direkten Weisung. „Seit dem Vietnamkrieg gab es keine so systematische Verzerrung nachrichtendienstlicher Erkenntnisse, keine so systematische Manipulation der öffentlichen Meinung mehr,“ sagt der US-Diplomat John Kiesling in einem offenen Brief im März 2003 an Colin Powell, mit dem er zugleich seinen Job quittierte.

Kein Medium ist so manipulativ wie das Fernsehen. Bilder zeigen nicht etwa die Realität, sondern erschaffen sie. Bilder sind Konstruktionen, die von Journalisten ausgewählt und in einen bestimmten Zusammenhang gebracht werden. Bilder sagen nichts über ihre Entstehungsgeschichte.

Beim Fernsehen müssen wir uns über die Subjektivität im Klaren sein: Wer erwartet was von welcher Information? Wer verfügt über sie? Wessen Interessen stecken hinter den Einstellungen der Kamera? Welcher Ausschnitt der Realität wird erfasst, welcher nicht? Der Journalist selbst wird durch seine Arbeit zum Akteur. „Er beeinflusst das Geschehen, über das er berichtet“, sagte einmal Sternfotograf Jay Ullal

Je mehr Schwäche, je mehr Lüge. Die Kraft geht gerade.-Jean Paul

– Nur die Diktatur braucht Zensur

– Die Freiheit stirbt mit Sicherheit

WAS STEHT DAGEGEN?

Vernunft

Nachdenken

Selbstbestimmung

Un abhängigkeit

Aus welcher Quelle kommt die Information? Wie wird eine Aussage begründet? Welche Motivation bewegt denjenigen, der spricht, und welche Gegenargumente gibt es? Was wird unterschlagen? Was erzeugt es bei mir für Gefühle/Reaktionen. Was soll letztlich erreicht werden oder könnte erreicht werden wollen.

Quellen:

1) Warum profitiert die Linke nicht von der Krise? – http://www.nachdenkseiten.de/?p=4121

2) http://www.hintergrund.de/20091117530/hintergrund/medien/konspiration-auf-dem-kunstrasen-reframing-911.html

3) http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Lippmann#Werke

4) Richard O. Boyer und Herbert M. Morais, Labor’s Untold Story, NY: United Electrical, Radio & Machine Workers of America, 1955/1979

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